Departmental Bulletin Paper Essay über zeitgenössische österreichische Literatur von Leopold Federmair

土屋, 勝彦

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  In den Jahrzehnten nach dem zweiten Weltkrieg versuchte das klein gewordene Österreich, sich eine neue Identität zu schaffen. Der Rückblick auf die große Vergangenheit war dabei von zentraler Bedeutung. Das bekannte Buch des Triestiner Germanisten Claudio Magris über den habsburgischen Mythos in der modernen österreichischen Literatur ist ein Ergebnis dieser Prozesse. Spätere Generationen entfernten sich zunehmend von Mythos und Geschichtsdenken, das kleine Österreich ist heute Teil des politisch vereinheitlichten europäischen Kontinents. Dies hat auch im künstlerischen Bereich zu Öffnungen und zur Abkehr von jeglicher Wesensschau geführt. Dennoch bleiben sowohl Geschichte als auch persönliche Herkunft prägend, so daß es nach wie vor sinnvoll sein kann, von einer österreichischen Literatur zu sprechen, deren Bestimmung über rein territoriale Festlegungen hinausgeht. Es ist sogar die Frage zu stellen, ob das Bestehen auf regionalen und nationalen Prägungen nicht notwendig ist, um ein Gegengewicht zur kulturellen Vereinheitlichung durch die fortschreitende Globalisierung zu bilden.
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