紀要論文 ドイツ・ナショナリズムと文字論争 : 19世紀末から20世紀初頭における二つの「ドイツ性」
Der deutsche Nationalismus und der Schriftstreit in Deutschland : Zwei Ansichten auf das „Deutschtum“ vom Ende des 19. bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts
ドイツ ナショナリズム ト モジ ロンソウ : 19セイキマツ カラ 20セイキ ショトウ ニオケル フタツ ノ ドイツセイ

大倉, 子南

(21)  , pp.97 - 119 , 2017-03-01
ISSN:18817351
NII書誌ID(NCID):AA11187452
内容記述
Im 19. Jahrhundert beeinflusste der deutsche Nationalismus nicht nur die Politik, sondern auch die Kultur in Deutschland. Auch der Schriftstreit in Deutschland wurde davon beeinflusst. In Deutschland gab es eine eigene Schrift, die man in anderen Ländern frühzeitig schon abgeschafft hatte. Diese Schrift hieß „Fraktur“ und wurde auch „deutsche Schrift“ genannt. Sie erhielt sich jahrhundertelang, obwohl es mehrmals einen Schriftstreit mit der „Antiqua“ oder „Lateinschrift“ genannten Schrift gab. Eine erste Bewegung gegen die Fraktur entstand im 18. Jahrhundert. Friedrich der Große wollte Antiqua verwenden und auch die Elite in Deutschland wollte deutsche Texte in Antiqua drucken; allein damals war der Schriftstreit zwischen deutscher und lateinischer Schrift noch nicht sehr heftig. Im 19. Jahrhundert stieg die Anzahl der Bücher, die in Fraktur gedruckt wurden, erst an. Der Grund dafür war der, dass durch die französische Okkupation Berlins (nach den preußischen Niederlagen gegen Napoleon 1806) und der Besetzung deutscher Gebiete durch Frankreich, es zu einer Aufwertung des deutschen Nationalgefühls gegenüber dem von Napoleon geführten Frankreich kam. 1861 wurden 78 Prozent aller Drucksachen in Deutschland in Fraktur gedruckt. Die Verwendung der Frakturschrift nahm mehr und mehr zu, aber wenn es um Schriften für den internationalen Austausch ging, musste man auch in Deutschland die Antiquaschrift gebrauchen. Der Schwerpunkt des Schriftstreits in Deutschland war, welche Schrift passend zur deutschen Sprache sei, das heißt, welche Schrift das „Deutschtum“ ausdrücke. Der Schriftstreit spitzte sich vom Ende des 19. und bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts am schärfsten zu. Diese Schriftfrage wurde sogar 1911 im Reichstag diskutiert. Anhänger der Fraktur und der Antiqua fanden zur Befürwortung „ihrer“ Schrift erzieherische, ästhetische, gesundheitliche und wirtschaftliche Gesichtspunkte. Die Anhänger der Antiqua äußerten sich in der Weise, dass diese Schrift notwendig im internationalen Verkehr sei, weil Antiqua schon in ganz Europa verwendet werde. Ihre Meinungen waren also von der Zweckmäßigkeit bestimmt. Im Gegensatz dazu argumentierten die Anhänger der Fraktur, dass diese Schrift zur deutschen Sprache und zum deutschen Volke gehöre. Deswegen sollten die Deutsche diese Schrift als ein Symbol der deutschen Kultur und des deutschen Geistes, nämlich als ein Symbol des „Deutschtums“ überhaupt, erhalten. Die beide Lager setzten sich zum Ziel, das „Deutschtum“ zu erhalten und auch auszuweiten. Aber sie begriffen das „Deutschtum“ jeweils anders. Hier kann man also zwei verschiedene Weisen, das „Deutschtum“ zu verstehen, erkennen. Das erste Verständnis des „Deutschtums“ stammt vom deutschen ausschließlichen Nationalismus. Dieser Nationalismus behauptet die Eigentümlichkeit des Volkes. Im 19. Jahrhundert hatte Deutschland gegen Frankreich eine Abneigung. Frankreich wurde als „Feind“ oder „Anderer“ angesehen und so wurde der deutsche Nationalismus gestärkt. Die Anhänger der Fraktur sprachen die Schriftfrage von dieser Seite an. Sie betrachteten die Existenz der eigenen Schrift als Ausdruck der eigentümlichen Kultur Deutschlands. Dabei wurde die deutsche Schrift als „ein Sinnbild des Deutschtums“ (Verhandlungen des Reichstags 1911:6365C) mit der deutsche Sprache verbunden. Mit dieser anderen Schrift sollte auch die von den Nationalisten geglaubte Überlegenheit der deutschen Kultur demonstriert werden. Das zweite Verständnis des „Deutschtums“ stammt auch vom deutschen Nationalismus. Aber dieser Nationalisms hat Allgemeinheit. Das „Deutschtum“ stand für die Anhänger der Antiqua in einer internationalen Konkurrenz der Kulturen. Sie waren davon überzeugt, dass die Verbreitung und Geltung der deutschen Kultur im Ausland am wichtigsten für Deutschland sei. Dieses doppelte „Deutschtum“ ist eine Besonderheit im Schriftstreit in Deutschland vom Ende des 19. bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Dieser Schriftstreit berührte auch die Frage, was eigentlich „deutsch“ sei. Bei der Debatte des Reichstags über die Schrift gewann die Fraktur und sie wurde weiter benutzt. Im Ersten Weltkrieg wurde die Schrift häufiger verwendet und auch im Zweiten Weltkrieg von den Nazis. Aber 1941 wurde die Fraktur plötzlich auf ausdrücklichen Befehl Hitlers abgeschafft, weil sie nicht praktisch war, um die Macht des Nazis in anderen Ländern ausüben zu lassen. Danach werden Drucksachen in Deutschland in Antiqua gedruckt. Wir erkennen bei Schriften im Alltagsleben nicht so, dass sie manchmal als der „Geist der Nation“ verstanden werden. Es gab Schriftstreitigkeiten auch in Japan und auch in anderen Ländern, oft im Zusammenhang mit Diskussionen um die „Nation.“ So hat die Beziehung zwischen dem Nationalismus und dem deutschen Schriftstreit vom Ende des 19. bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine wichtige Bedeutung.
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