Departmental Bulletin Paper 中世学識法訴訟手続におけるlitis contestatio : 訴訟成立要件としての当事者の意思
Die litis contestatio im gelehrten Recht des Mittelalters : der animus litem contestandi als Voraussetzung für das Zustandekommen des Prozesses

川島, 翔

15 ( 1 )  , pp.163 - 182 , 2016-03-10 , 一橋大学大学院法学研究科
ISSN:1347-0388
NCID:AA1161370X
Description
In dieser Abhandlung wird die litis contestatio im 13. Jahrhundert behandelt, die als die Erklärung des Streitwillens galt. Umstritten war die Frage, ob nicht nur die objektive Form der litis contestatio, sondern auch ein subjektiver Wille, sich auf die Hauptsache einzulassen (animus litem contestandi), für das Zustandekommen der litis contestatio erforderlich sei. Tancred hielt im Hinblick auf die Ansichten von Azo und Bencivene von Siena den animus für notwendig, obwohl diese Ansicht mit der Decretale X 2.14.4 in Widerspruch stand. In der Mitte des Jahrhunderts wurden diese beiden widersprechenden Ansichten dann von Kanonisten (Innozenz IV. und Hostiensis) harmonisiert, indem sie vertraten, dass der Vorbehalt, sich ohne Streitwillen zur Klage zu außern, nötwendig sei und anderenfalls der animus litem contestandi vermutet werde. Dies zeigt, dass man das Prozess durch die Fiktion des Streitwillens des Beklagten vollziehen konnte, auch wenn es am Willen fehlte.
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http://hermes-ir.lib.hit-u.ac.jp/rs/bitstream/10086/27840/1/hogaku0150101630.pdf

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