紀要論文 トーマス・マンの「基本動機」 : ギリシア・ローマ神話および『悲劇の誕生』受容の観点から
Das Grundmotiv von Thomas Mann : Zur Nietzsche-Rezeption in den Buddenbrooks
トーマス マン ノ キホン ドウキ ギリシア ローマ シンワ オヨビ ヒゲキ ノ タンジョウ ジュヨウ ノ カンテン カラ

別府, 陽子  ,  Beppu, Yoko  ,  ベップ, ヨウコ

1pp.46 - 61 , 2017-05-31 , ギリシア・ローマ神話学研究会 , The Society for Greek and Roman Mythology , ギリシア ローマ シンワガク ケンキュウカイ
ISSN:24333964
NII書誌ID(NCID):AA1279576X 
内容記述
Apollon wurde von Homer in der Ilias auch als „der fernhin Treffende“ bezeichnet. Als Phoibos Apollon personifiziert er ab dem 5. Jahrhundert v. Chr. zugleich den Sonnengott Helios. Nietzsche versteht Apollon als Lichtgott und schreibt ihm die Eigenschaften des Sonnengottes zu und nicht die Aggressivität des „fernhin treffenden“ Apollon. Die produktive Aufnahme von Nietzsches Gegenüberstellung des Dionysischen und des Apollinischen ist ein sthetisches Grundprinzip in den Werken Thomas Manns. Die Forschung zur Nietzsche-Rezeption bei Thomas Mann hat diesbezüglich den Schwerpunkt vor allem auf die Ausprägung dieses mythologisch-psychologischen Grundmotivs im Bezugsverhältnis von Manns Novelle Tod in Venedig und Nietzsches Geburt der Tragödie gelegt. In Ergänzung dazu versucht die vorliegende Arbeit, das Grundmotiv des Apollinisch-Dionysischen in seinem Roman Buddenbrooks noch deutlicher herauszuarbeiten. Die Rede von Formen und Masken in den Briefen Thomas Manns an den Kunsthistoriker Otto Grautoff verweist auf die Individuations-Figur des principium individuationis, in der das dionysischapollinische Prinzip verstärkt in Erscheinung tritt, insbesondere im Kontext der Novelle Der kleine 133 Herr Friedemann, wo sich Referenzsignale auf die Geburt der Tragödie finden. Aber nicht nur die vielgestaltigen Formen und Masken der Figuren von Friedemann und Gustav von Aschenbach bringen dies zum Ausdruck, sondern auch die Grundstrukturen im Roman Buddenbrooks. as dionysisch-apollinische Motiv macht sich vor allem in der Darstellung des Lichts bemerkbar und sowohl bei Friedemann als eben auch bei Thomas Buddenbrook sind die Eigenschaften des Apollinischen in den Momenten des Stillstands und die des Dionysischen in den Bewegungsmomenten wahrzunehmen. Wie ich in meiner Arbeit darlege, zeigt sich das zum Beispiel insbesondere im konfrontativen Wechselspiel zwischen den einfallenden Sonnenstrahlen durch das Dachfenster und der dionysischen Musik sowie den menschlichen Stimmen im Treppenhaus. Diese Zustände im Roman verkörpern in ihren Grundzügen die Wesenseigenschaften von Apollon und Dionysos. Am Ende meiner Untersuchung komme ich zu dem Schluss, dass sich im übergreifenden Motiv der „Heimsuchung“ die unterschiedlichen Ausprägungen des apollinischen Form- und Ordnungswillens und der dionysischen Rauschhaftigkeit sowohl in den beiden Novellen als auch in Manns Roman Buddenbrooks kritisch in Beziehung setzten lassen.
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