Journal Article トーマス・マンの新たな音楽受容 : 『魔の山』第7章<妙音の饗宴>への考察
Neue Musikrezeption bei Thomas Mann: Betrachtungen zu „Fülle des Wohllauts“ im Roman „Der Zauberberg“

久保田, 聡

(50)  , pp.42 - 52 , 2017-09-21 , 日本独文学会中国四国支部
ISSN:0918-2810
NCID:AN00155580
Description
Als Bruno Walter von 1913 bis 1922 als musikalischer Direktor an der Oper in München tätig war, verkehrte er mit Thomas Mann, der sich gerade mit seinem Roman „Der Zauberberg“ beschäftigte. Und bald hatte der weltberühmte Dirigent bei diesem Schriftsteller eine „Wesensbeziehung zur Musik“ bemerkt.Da Hans Castorp oft wie Thomas Manns eigenes Kind betrachtet wird, ist diese Hauptperson im „Zauberberg“ auch als derjenige dargestellt, der Musik von Herzen liebt. Und nachdem sein Vetter Joachim Ziemßen gestorben war und auch Madame Chauchat ihn verlassen hatte, wurde im siebten Buchkapitel im Abschnitt „Fülle des Wohllauts“ ein Grammophon vom neuesten Typ, „Polyhymnia“, im Sanatorium „Berghof“ aufgestellt, welches Hans nicht nur getröstet sondern auch sehr begeistert hat. „Der Klangkörper, unentstellt im übrigen, erlitt eine perspektivische Minderung. [...] so war es nicht anders, als stände dort im Salon der Künstler in körperlicher Person, das Notenblatt in der Hand, und sänge.“ ― Solche konkreten Beschreibungen über „Polyhymnia“ sind ein Beweis dafür, dass Thomas Mann selber zum Genuss der Musik diese neue Technologie positiv bewertete.Danach werden die auf die Schellackplatten mit einer Geschwindigkeit von 78 min-1 aufgenommenen fünf Musikstücke (Giuseppe Verdis „Aida“, Claude Debussys „Prélude à l’après-midi d’un faune“, Georges Bizets „Carmen“, Charles Gounods „Faust“ und Franz Schuberts „Der Lindenbaum“) vorgestellt. Darunter ist vor allem der Kommentar zum „Lindenbaum“ bemerkenswert, denn hier wird hauptsächlich analysiert, wie dieses Lied von einem Tenorsänger vorgetragen wird. Eine derart ausführliche Analyse ist nur dadurch möglich, dass die Vorführung auf einer Seite der Schellackplatte wiederholt und intensiv nachverfolgt werden kann.Auch noch zu beachten ist der Kommentar zur letzten Szene im vierten Akt von Giuseppe Verdis „Aida“. Radames, der zum Tod verurteilt und lebendig in der Grube eingeschlossen wird, findet Aida, die sich dort im Voraus eingeschlichen hat. Den bevorstehenden Tod außer Acht lassend besingen die beiden Eingeschlossenen ihre ewige Liebe. Diese Beschönigung tröstet Hans Castorp sehr, weil er selber von der Welt getrennt im Sanatorium „eingeschlossen“ ist. Die Szene wird aber nicht durch die reale Aufführung im Opernhaus, sondern durch die im Grammophon „eingeschlossene“ mitgeteilt.Das Grammophon „Polyhymnia“, das im letzten Kapitel vom „Zauberberg“ erscheint, könnte selber die Welt dieses Romans andeuten.
本稿は2016年11月5日,香川大学で開催された日本独文学会中国四国支部学会研究発表会での発表原稿を加筆修正したものである。
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