紀要論文 フェヒナーからフロイトへ(2) : グスタフ・テオドール・フェヒナーの系譜(7)
Von Fechner zu Freud (2) : Gustav Theodor Fechner und seine Genealogie (7)

福元, 圭太

34pp.1 - 20 , 2015-03-20 , 九州大学大学院言語文化研究院
ISSN:1341-0032
NII書誌ID(NCID):AN10175926
内容記述
Als Fortsetzung meiner vorigen Abhandlung „Von Fechner zu Freud (1)" möchte ich diesmal die Einflüsse Fechners auf Freud in Bezug auf die „Metapsychologie" Freuds aus dynamischen und topologischen bzw. topischen Gesichtspunkten erörtern. Dabei spielt der Fechnersche Begriff „Schauplatzwechsel" eine zentrale Rolle. Für Fechner ist der „Schauplatz" des Schlafes oder des Traums im Gegensatz zu dem der wachen Vorstellungen ein anderer. Freud paraphrasiert diesen Gedanken Fechners folgendermaßen: „Der Traumvorgang spielt auf einem anderen psychischen Terrain." Für den Psychophysiker Fechner sind psychische und physiche Erscheinungen zwei Seiten einer Medaille, und auch der menschliche Wille muss laut Fechner den strengen Gesetzmäßigkeiten der Physik folgen. Diesen psycho-dynamische Determinismus finden wir auch bei Freud, wenn er schreibt: „Ich habe mir schon einmal die Freiheit genommen, Ihnen vorzuhalten, daß ein tief wurzelnder Glaube an psychische Freiheit und Willkürlichkeit in Ihnen steckt, der aber ganz unwissenschaftlich ist und vor der Anforderung eines auch das Seelenleben beherrschenden Determinismus die Segel streichen muß." Freud schreibt auch, dass das Ich „nicht einmal Herr [...] im eigenen Hause" sei. Darüber hinaus spielt Fechners Begriff „Schauplatzwechsel" auch für Freuds topologisches Model des seelischen Apparates eine wesentliche Rolle. Erst durch Fechners Konzept des „Schauplatzwechsels" konnte Freud seine Theorie der psychischen Lokalität aufstellen und damit die drei „Instanzen", d. h. das Unbewusste, das Vorbewusste und das Bewusste, unterscheiden. Anhand von Freuds Schriften Die Traumdeutung (1901), „Zur Psychopathologie des Alltagslebens" (1901) und „Der Witz und seine Beziehung zum Unbewussten" (1905) soll in dieser Abhandlung die Tragweite des Fechnerschen „Schauplatzwechsels" auf Freuds topologisches Model des seelischen Apparats ergründet werden.
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http://catalog.lib.kyushu-u.ac.jp/handle/2324/1500407/p001.pdf

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